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Beiträge:
Erste Version (1507) wird nicht mehr unterstützt:
Gefahr durch Support-Ende für Windows 10

von Lars Bube

05.07.2017

Obwohl sie schon seit fast zwei Monaten keine Sicherheitsupdates von Microsoft mehr erhält, nutzen noch immer viele Privatkunden und auch Unternehmen die erste Version (Build 1507) von Windows 10 und begeben sich damit unnötig in Gefahr.

Vor lauter Freude über das neue Betriebssystem vergessen offenbar allzu viele private und auch professionelle Nutzer, dass Microsoft mit Windows 10 auch seine Update- und Support-Strategie grundlegend umgestellt hat. Zum einen werden die wichtigen Sicherheits-Patches statt nun nicht mehr wie bisher wochenlang gesammelt und an einem festen monatlichen Patch-Day ausgerollt, sondern möglichst zeitnah veröffentlicht und durch tiefergehende monatliche »Qualitäts-Updates« ergänzt, die auch neuste Entwicklungen bei Malwareangriffen berücksichtigen. Zum anderen werden nun zweimal jährlich neue Versionen mit grundlegenden Sicherheits- und Funktions-Updates veröffentlicht, wie zuletzt im April das Creators Update. Damit einhergehend werden aber auch die Support-Zyklen für die einzelnen Builds verkürzt. Dieses Vorgehen soll eigentlich dafür sorgen, dass die Installationsbasis im Gegensatz zum früher oft vorherrschenden Versions- und Service-Pack-Chaos immer möglichst homogen gehalten wird und somit gleichzeitig ein höchstmögliches Maß an Sicherheit bietet. Allerdings funktioniert das nur, wenn die Nutzer die entsprechenden Updates auch zeitnah einspielen.

Dies ist jedoch bei vielen Nutzern nicht der Fall, wie sich jetzt mit dem Auslaufen des Supports für den ersten Windows-10-Build (1507) gezeigt hat. Eigentlich sollte diese Version schon im März ihren »End of Service« erreichen und damit nicht mehr mit neuen Sicherheitsupdates versorgt werden. Da jedoch noch immer zu viele Nutzer mit der veralteten Version arbeiteten, hatte Microsoft die Frist im Frühjahr bereits freiwillig bis Anfang Mai verlängert. Auch dieses Datum haben aber offenbar noch immer zahlreiche Nutzer verstreichen lassen, ohne ihr Windows 10 auf den aktuellen Stand zu bringen. Zwar nennt Microsoft keine konkreten Zahlen, hält die Bedrohung aber für dringlich genug, die Betroffenen nun noch einmal eindringlich mit einem aktuellen Blogbeitrag und entsprechenden Update-Benachrichtigungen im System selbst auf die Risiken hinzuweisen, denen sie sich aussetzen, wenn sie die wichtigen Updates weiterhin verschlafen oder bewusst blockieren. »Sie können diese Version zwar weiterhin benutzen und ihr Computer wird damit weiterhin funktionieren, allerdings erhalten Sie keine monatlichen Qualitäts-Updates mehr, die Sie vor aktuellen Sicherheitsbedrohungen schützen«, so Microsofts eindeutige Mahnung.

Wer sich nicht sicher ist, welche Version von Windows 10 er derzeit nutzt, kann dies mit einem einfachen Schritt überprüfen und in die Suchzeile den Begriff »Winver« eintippen und mit Enter bestätigen – schon zeigt Windows 10 seinen aktuellen Stand an. Alternativ kann man seinen aktuellen Update-Stand auch direkt online auf der Windows 10 Security-Seite überprüfen lassen. Ist die eigene Windows-Version veraltet, müssen die Update-Einstellungen überprüft und angepasst werden. Bei den meisten Installationsproblemen mit Windows 10 und einzelnen Updates hilft dieser Artikel von Microsoft weiter

 

IHK - Niederbayern: 

Die neu beschlossene Datenschutzgrundverordnung ist ein Meilenstein im europäischen Recht.
Nicht etwa nur IT-Unternehmen, Auskunfteien und Versandhändler sind von dieser Reform
betroffen, sondern alle Unternehmen jeder Rechtsform, die „automatisierte Verarbeitung
personenbezogener Daten“ betreiben.

Dieses, alle Wirtschaftszweige betreffende
Reformwerk wird zwar erst ab
Ende Mai 2018 angewendet, doch lohnt
es sich schon heute, sich mit seinem
Inhalt zu befassen. Dabei fällt sofort viel
Vertrautes auf. Wer heute seine Unternehmens-
und Geschäftspraxis gewissenhaft
auf die Vorgaben des noch zwei
Jahre geltenden Bundesdatenschutzgesetzes
(BDSG) abgestimmt hat, wird zwar
nachfeilen, nicht aber komplett umbauen
müssen. Unternehmen, die bereits heute
die Kunden umfassend informieren, mit
Auskunfts- und Löschungsersuchen gut
umgehen und Datenlecks bestenfalls vermeiden
oder ansonsten melden, müssen
keine Revolution fürchten. In Sachen
Umstellungsbedarf haben die an ein
strenges Datenschutzgesetz gewöhnten
deutschen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil
gegenüber ihren Konkurrenten
im EU-Ausland.

 

Frederick Richter LL.M.
Stiftung Datenschutz